Erstes gemeinsames Treffen der Pflegekammern und Berufsverbände legt die Marschrichtung im Bundestagswahljahr 2017 fest

27.01.2017, Mainz

Pflegekammern und Berufsverbände der Pflege wollen Pflegende stärken

Erstes gemeinsames Treffen der Pflegekammern und Berufsverbände legt die Marschrichtung im Bundestagswahljahr 2017 fest

Auf eine Bündelung von Kompetenzen und Ressourcen verständigten sich die Teilnehmenden eines ersten Arbeitstreffens der rheinland-pfälzischen Landespflegekammer, der beiden Pflegekammern in Gründung aus Schleswig-Holstein und Niedersachsen sowie des Deutschen Pflegerats samt seiner Mitgliedsverbände in Mainz. Im konstruktiven Miteinander solle gemeinsam die Autonomie der Pflegenden gestärkt werden ist das hierbei erklärte Ziel aller. Dabei sollen Kompetenzen gebündelt und gezielt auf allen Ebenen der Entscheidungsfindung im Gesundheitswesen kanalisiert werden, um so die Profession künftig effektiver voranzubringen.


Große Einigkeit bei allen Teilnehmenden bestand darin, dass die mehr als berechtigten Forderungen der Berufsgruppe gezielt an die Entscheidungsträger in der Politik herangetragen werden müssen. Gerade zu Beginn des Bundestagswahljahres sollen die bisherigen Rahmenbedingungen in der Pflege in den Fokus der Öffentlichkeit und insbesondere der politischen Entscheidungsträger gestellt werden.


Die Probleme, mit denen sich die Pflegenden seit Langem konfrontiert sehen, sind vielfältig und reichen von schierer Überlastung, über unangemessene Entlohnung bis hin zu nicht ausreichender Unterstützung in eigenen gesundheitlichen Fragen.


Ein weiteres wichtiges Anliegen in der Diskussionsrunde war die Realisierung der generalistischen Pflegeausbildung mit Schwerpunktsetzung. Wie von Medienberichten kolportiert, sei nunmehr der Koalitionsausschuss mit der Klärung der Frage betraut, nachdem sich die regierungstragenden Fraktionen zunächst nicht auf einen gemeinsamen Nenner einigen konnten.
Ein Scheitern der Reform würde eine irreparable Schädigung der Entwicklung der gesamten Berufsgruppe und vor allem eine gravierende Verschlechterung im Bereich der Versorgung in der Altenpflege bedeuten, warnen die Experten der Kammern und Berufsverbände.

Dieser erste Gedanken- und Meinungsaustausch soll auch zukünftig regelmäßig fortgesetzt werden, um die gemeinsame und enge Zusammenarbeit weiter voranzubringen.

 

 

 

 

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