Pflege als Heilberuf

Pflege hat viele Facetten

Die Vielfalt der Pflege

Die Pflege hat viele Facetten. Wir möchten Ihnen einen kleinen Einblick verschaffen, welche Möglichkeiten sich beruflich Pflegenden bieten. Denn Pflege findet überall statt. In den verschiedenen Pflegesettings, in der Pädagogik, in der Wissenschaft und sogar im Büro.

Pflegenden stehen alle Karrierewege offen. Wie wäre es mit einer spezialisierenden Weiterbildung, einem berufsbegleitendem Studium oder vielleicht doch lieber der Selbstständigkeit? Sie haben die Wahl!

Akutpflege

Die Akutpflege findet im Krankenhaus statt und umfasst die Versorgung aller Altersgruppen. Ein Kennzeichen der Akutpflege ist die enge Zusammenarbeit mit der Ärzteschaft. Neben der pflegerischen Versorgung stellt vor allem die Unterstützung bei der medizinischen Versorgung den Schwerpunkt der Arbeit dar.

Stationäre Langzeitpflege

Mit stationärer Langzeitpflege wird die Versorgung von meist älteren Menschen in Altenheimen und Einrichtungen des betreuten Wohnens beschrieben. Ein Schwerpunkt der Arbeit ist die Pflege und die soziale Betreuung der Bewohnerinnen und Bewohner. Die steigende Zahl an dementiell erkrankten Menschen macht dieses Setting besonders anspruchsvoll und erfordert ein hohes Maß an Empathie. Die medizinische Versorgung nach Anordnung durch Ärzte stellt einen weiteren Schwerpunkt dar.

Ambulante Pflege

Ambulante Pflegedienste besuchen Menschen mit Pflege- und Versorgungsbedarf zu Hause in ihren Wohnungen. Die Besonderheit der ambulanten Pflege liegt vor allem in der weitgehend eigenständigen Versorgung der Menschen durch die Pflegefachpersonen.

Pflege von Menschen mit Behinderungen

Pflege von Menschen mit Behinderungen findet durch Pflegefachpersonen sowohl in stationären Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen als auch in der eigenen Wohnung der Menschen statt. Sie umfasst alle Altersgruppen und ist geprägt von einer engen Zusammenarbeit mit anderen Professionen wie HeilerziehungspflegerInnen oder SozialarbeiterInnen.

Pädiatrische Pflege

Als pädiatrische Pflege wird die Pflege und Versorgung von Kindern sowohl im Krankenhaus, bei den Familien zuhause oder in stationären Einrichtungen bezeichnet. Kinder haben ganz besondere Bedürfnisse und erfordern viel Empathie und pflegefachlich-pädagogisches Wissen. Pflegende in der pädiatrischen Versorgung benötigen aus diesem Grund eine fachliche Spezialisierung.

Psychiatrische Pflege

Psychiatrische Pflege findet in allen Settings statt (Akut, Langzeitpflege und in der eigenen Häuslichkeit) und bietet ein sehr breites Spektrum des Einsatzes, beispielsweise auch im Maßregelvollzug. Die enge Zusammenarbeit mit Sozialarbeitern und Therapeuten ist ein weiteres Merkmal der psychiatrischen Pflege. Die besonderen Erfordernisse der psychiatrischen Pflege machen auch hier eine fachliche Spezialisierung notwendig.

Ausbildung und Studium

Der erste Schritt zur professionellen Pflegefachperson führt in der Regel über eine klassische Ausbildung in einem der drei Ausbildungsberufe der Pflege oder über ein Bachelorstudium, das oftmals dual, also mit Theorie- und Praxisanteilen aufgebaut und strukturiert ist. Bislang führen die drei pflegerischen Ausbildungsberufe, die Gesundheits- und Krankenpflege, die Gesundheits- und Kinderkrankenpflege sowie die Altenpflege zu einem ersten berufsqualifizierenden Abschluss.

Ab 2020 wird die Ausbildung auf eine teil-generalistische Ausbildung umgestellt. Das bedeutet, dass gemeinsam ausgebildet wird. Nach dem zweiten Ausbildungsjahr teilen sich die Kurse entsprechend des gewünschten Abschlusses auf. Die Landespflegekammer fordert vehement diese gemeinsame Ausbildung auszuweiten und anschließend einen gemeinsamen Abschluss als Pflegefachmann/-frau zu vergeben.

Nur durch eine wirkliche generalistische Pflegeausbildung kann künftig adäquat auf steigende pflegerische Bedarfe in der Gesellschaft reagiert, die Attraktivität des Pflegeberufs zur Fachkräftesicherung gesteigert und die internationale Anschlussfähigkeit der deutschen Pflegeausbildung gewährleistet werden.

Weiterbildung
Existenzgründung

Starten Sie durch mit der Pflege

Das Thema Freiberuflichkeit in der Pflege wird zunehmend wichtiger und häufig angefragt. Die manchmal schwierigen Arbeitsbedingungen in der Pflege und die vielen möglichen Betätigungsfelder für freiberuflich Pflegende lassen eine wachsende Zahl von Mitgliedern darüber nachdenken, ihr eigener „Chef“ zu werden. Sie können zum Beispiel einen ambulanten Pflegedienst oder eine Tagespflegeeinrichtung gründen. Aber auch die Gruppe unternehmerisch tätiger Einzelpersonen wird stetig größer.

Der Schritt in die Freiberuflichkeit ist ein großer, der umfangreiche Informationen zu gesetzlichen haftungsrechtlichen und wirtschaftlichen Voraussetzungen erfordert.

Sprechen Sie uns an, wir helfen Ihnen gerne weiter!

100 % MEINE LEIDENSCHAFT

Als Thailänder bin ich in einer Kultur groß geworden, die mit Menschen achtsam umgeht, geduldig ist und in der Dienstleistungen eine wichtige Rolle spielen. Wenn ich nach dem Dienst nach Hause komme habe ich gerne das Gefühl, die Menschen, denen ich pflegerisch helfen konnte fühlen sich wohl. Als junger Pflegender ist eine Dienstplangestaltung, die mir auch eine Teilnahme am gesellschaftlichen Leben, wie das Engagement in Vereinen oder das Treffen mit Freunden ermöglicht unerlässlich. Für mich ein entscheidendes Kriterium im Umgang mit dem Personalnotstand.

– Kittipong Promragsa.

100 % IM LEBEN

Seit 1998 arbeite ich im Krankenhaus als Krankenschwester und weiß, dass die derzeitigen betriebswirtschaftlichen Rahmenbedingungen, mit den daraus resultierenden Konditionen im pflegerischen Arbeitsverhältnis, wenige Menschen motiviert, den Pflegeberuf erlernen zu wollen bzw. die Verweildauer der Arbeitnehmer in der Pflege fördert. Ich hoffe auf starke Pflegekammern und damit einhergehende einsichtige gesundheitspolitische Entscheidungen, die verbesserte Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte und die Attraktivität des Pflegeberufes schaffen.

– Kerstin Gartig.

100 % DABEI

Kinder und Jugendliche in gesundheitlich schwierigen Passagen ihres Lebens zu begleiten, fasziniert mich auch nach vielen Jahren der Berufstätigkeit täglich aufs Neue. Die Begleitung meiner Enkeltochter in ihren ersten Lebensjahren ist für mich Erholung und Bereicherung in einem.

– Christa Wollstädter.

100 % VOLLGAS

Eine gute und verbesserte Kooperation zwischen den verschiedenen Berufsgruppen im Gesundheitswesen halte ich für unerlässlich. Mein berufliches Interesse gilt der Arbeit mit Menschen und ihrer Geschichte. Eine gute und verbesserte Kooperation zwischen den verschiedenen Berufsgruppen im Gesundheitswesen wirkt sich auch auf den mir wichtigen medizinischen Aspekt meiner Arbeit aus. Hiervon in meiner Freizeit abzuschalten gelingt mir am besten bei voller Konzentration auf anspruchsvolle Mountainbike-Touren.

– Markus Maus.

Ihr Kontakt

Geschäftsstelle der Landespflegekammer
Rheinland-Pfalz (KdöR)
Große Bleiche 14-16
55116 Mainz

Öffnungszeiten
09:00 bis 17:00 Uhr
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06131.32 73 80, erreichbar von 08:00 bis 17:00 Uhr
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