Landespflegekammer unterstützt Mitglieder bei der Haftpflichtversicherung

28.02.2018, Mainz

Landespflegekammer unterstützt Mitglieder bei der Haftpflichtversicherung

Kammer sorgt für erweiterten Schutz der Mitglieder

Ab dem 01. März 2018 ist die Landespflegekammer Rheinland-Pfalz auch bei der finanziellen Absicherung ihrer Mitglieder tätig. Mit einer Haftpflichtversicherung, die bereits vorhandene Versicherungen aufstockt, werden die Mitglieder ab sofort bei ihrer verantwortungsvollen Aufgabe auch versicherungstechnisch von ihrer Kammer unterstützt.

„Angesichts steigender Schadenssummen erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, mit eigenem Geld für einen potentiellen Schaden aufkommen zu müssen. Daher bietet die Landespflegekammer allen Mitgliedern kostenlos einen Deckungsschutz für einen eventuellen Fehlbetrag an, wenn ihre eigene Versicherung oder die Versicherung des Arbeitgebers nicht ausreichend ist. Diese Haftpflichtversicherung übernimmt zum bestehenden Schutz ab einer Schadenssumme von 5 Millionen Euro  zusätzlich maximal weitere 5 Millionen Euro. Damit wollen wir unsere Mitglieder bei extremen Schadenslagen, die immer wieder vorkommen, vor einem finanziellen Desaster schützen“, so Mai.

Natürlich werde die Haftpflichtversicherung in den allermeisten Fällen, dies gelte auch für eine Vielzahl von Kolleginnen und Kollegen, vom jeweiligen Arbeitgeber getragen. Allerdings gibt es hier keinerlei Vorschriften, welche Schadenshöhe überhaupt abzusichern ist. Gerade bei schwerwiegenderen Fällen könne es daher sein, dass die Deckungssumme nicht ausreicht, um die professionell Pflegenden vom Regress zu befreien. Sobald ein solcher Fall eintritt, stünden die Pflegenden mitunter auch mit ihrem privaten Vermögen in der Verantwortung.

In den Genuss der zusätzlichen Versicherung kommen alle Kammermitglieder, die entweder bei einem ambulant oder stationär tätigen Arbeitgeber angestellt sind oder freiberuflich als Gesundheits- und Krankenpfleger, Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger oder Altenpfleger arbeiten. Voraussetzung ist, dass die Mitglieder jeweils eigenständige Berufshaftpflichtversicherungen unterhalten oder über die Berufshaftpflichtversicherungen ihrer Arbeitgeber mit Deckungssummen von mindestens fünf Millionen Euro für Personen- und Sachschäden mitversichert sind. Außerdem müssen die Mitglieder vollständig registriert sein und keine offenen Beitragsforderungen aufweisen.

„Mit Fug und Recht kann die Haftpflichtversicherung als die wichtigste Versicherung bezeichnet werden. Manches Missgeschick wird nur deshalb nicht zur (finanziellen) Katastrophe, weil die Haftpflicht einspringt. Diese Versicherung kennen wir allerdings oft in erster Linie aus dem privaten Bereich. In unserem professionell pflegerischen Tun haben wir zu oft diese Absicherung nicht im Kopf, obwohl besonders hier bei einem Schaden hohe Ansprüche entstehen können“, begründet Kammerpräsident Dr. Markus Mai, das Engagement der Kammer auf diesem Feld.

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