Nadya Klarmann ist neue Präsidentin der Pflegekammer Niedersachsen

Mainz, 09.03.2020

Kammerversammlung wählt Altenpflegerin in einer außerordentlichen Sitzung zur Nachfolgerin von Sandra Mehmecke – Berufliche Pflege darf nicht zum Spielball der Politik werden

„Wir gratulieren dem neuen Vorstand der Pflegekammer Niedersachsen zur Wahl. Mit Nadya Klarmann und Nora Wehrstedt an der Spitze kann nun der so dringend erforderliche Neustart gelingen, durch den wieder inhaltliche Themen in den Fokus rücken. Zeitgleich möchten wir uns bei Sandra Mehmecke bedanken, die das Amt der Präsidentin in einer anspruchsvollen Zeit übernommen hatte. Durch ihren Einsatz hat die niedersächsische Pflegekammer Konturen bekommen und ist mittlerweile in bedeutenden Landesgremien vertreten. Jetzt ist es wichtig, den Austausch mit den Mitgliedern zu fördern, Transparenz herzustellen sowie an den bereits laufenden Projekten anzuknüpfen. Dafür wünschen wir den Kolleginnen und Kollegen viel Kraft und Erfolg und bieten gerne unsere Unterstützung an“, sagt Dr. Markus Mai, Präsident der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz.

Nadya Klarmann ist am Sonnabend in Hannover in einer nichtöffentlichen Kammerversammlung mit 15 von 24 gültigen Stimmen gewählt worden. Sie tritt somit die Nachfolge von Sandra Mehmecke an, die vor zwei Wochen bei einer von ihr selbst initiierten Vertrauensabstimmung im Leitungsgremium mit 14 zu 13 Stimmen unterlag. Die Pflegekammer Niedersachsen vertritt mehr als 90.000 Pflegefachpersonen.

„Pflegekammern sind alternativlos. Ohne sie werden die richtungsweisenden Entscheidungen in der beruflichen Pflege von Akteuren beeinflusst, die nichts mit der Berufsgruppe gemein haben und lieber ihren eigenen ökonomischen oder machtgetriebenen Interessen nachgehen. Die Souveränität der Pflege steht hier auf dem Spiel, das muss vor allem den politisch Verantwortlichen aus Hannover klar sein. Nur eine selbstbestimmte Pflege kann sicherstellen, dass der Pflegeberuf professionell gestaltet wird und gleichzeitig die Versorgung der Gesellschaft keinen Schaden nimmt. Der niedersächsischen Politik sei daher empfohlen, sich spätestens jetzt um die Pflegebelange des Landes zu kümmern und die Pflegenden nicht im Stich zu lassen. Nicht Wahlkampfprozente oder politisches Image, sondern die Sicherstellung einer menschenwürdigen Versorgung sollte im Mittelpunkt stehen. Dem muss sich auch unser Berufsstand nachordnen, Pflege ist kein Selbstzweck“, so Mai.

 

Zurück