Seite an Seite durch die Krise: Kooperation der Kammern zur Unterstützung von Pflegekräften geplant

Mainz, 24.03.2020

Die Landespsychotherapeutenkammer und die Landespflegekammer Rheinland-Pfalz möchten die Herausforderungen der Corona-Pandemie gemeinsam meistern. Sabine Maur, Präsidentin der Landespsychotherapeutenkammer Rheinland-Pfalz und Dr. Markus Mai, Präsident der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz, haben zusammen mit den jeweiligen Kammer-Geschäftsführern Petra Regelin und Matthias Moritz mögliche Lösungsstrategien für den Umgang mit der Krise erarbeitet. Die Pflegekammer steht momentan vor großen Herausforderungen, da ihre Mitglieder durch die Corona-Pandemie in besonderem Maße belastet sind: Der ohnehin schon große Druck, der auf den Pflegekräften lastet, hat sich durch die Krise noch mal deutlich erhöht.

Zusätzlich zu einem oft zu hohen Arbeitspensum und Zeitmangel, steigt durch die Corona-Krise die Patientenzahl deutlich an, spezielle Infektionsschutzvorschriften für den Umgang mit Corona-Patienten erhöhen zudem den Arbeitsaufwand. Pflegekräfte sind in besonderem Maße der Ansteckungsgefahr ausgesetzt und bekommen in vorderster Front die drohende Überlastung des Gesundheitssystems zu spüren. „Die Menschen sind nervöser, angespannter und machen sich mehr Sorgen. Über die eigene Gesundheit, über die Gesundheit Angehöriger. Ein Problem ist, dass keiner weiß, wie lange die Krise andauern wird. Je länger sie dauert, desto stärker wird die Angespanntheit hochgehen, Nervosität oder Schlafprobleme nehmen zu“, erklärt Frau Maur.

Dringend notwendig sind in dieser Situation Möglichkeiten der psychischen Unterstützung und der Stärkung der Resilienz. Psychotherapeut*innen als Expert*innen für die psychische Gesundheit der Menschen, können hier wertvolle Unterstützung in der Krise bieten. Beide Kammern haben daher gemeinsam nach Wegen gesucht, Pflegekräften in dieser Zeit der Extrembelastung psychosozial beizustehen. Lösungen sollen hier insbesondere über digitale Medien auf den Weg gebracht werden. Weitere Gespräche zur Konkretisierung der geplanten Maßnahmen sind geplant.

„Die berufliche Pflege steht bei der aktuellen Krise besonders im Fokus. Daher freuen wir uns sehr über die Zusammenarbeit mit der Landespsychotherapeutenkammer. Pflegefachpersonen sind gerade in dieser so kritischen Phase psychosozialen Belastungen ausgesetzt. Unser gemeinsames Ziel ist, den Druck zu reduzieren und Ihnen wo es nur geht den Rücken zu stärken. Digitale Medien spielen dabei in Zeiten von Kontaktverboten eine besonders wichtige Rolle“, betont Dr. Markus Mai.

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